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Samstag, 27. Februar 2010, 22:30
Impfstoff gegen Bluthochdruck
An sieben Impfstoffprojekten arbeitet das Wiener Biotechnologie-Unternehmen Affiris derzeit. Drei davon – gegen Alzheimer, Parkinson und Atherosklerose – kannte man schon bisher, nun hat das Unternehmen verraten, dass sich ein viertes mit einem Impfstoff gegen Bluthochdruck beschäftigt.
Affiris-CSO Frank Mattner möchte durch einen neuartigen Impfstoff Bluthochdruck-Patienten von der strikten Beachtung des üblichen Medikamenten-Diktats befreien. ©Affiris Nach Angaben des Unternehmens sind „signifikante Fördermittel“ der Forschungsförderungsgesellschaft FFG für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Angiotensin II zugesagt worden. Angiotensin II ist ein menschliches Peptidhormon, das Gefäßverengungen verursachen kann, die wiederum zu Bluthochdruck führen. Einmal mehr verfolgt Affiris dabei also den strategischen Ansatz, die unternehmenseigene Affitom-Technologie zur Herstellung von Impfstoffen gegen eine Indikation zu verwenden, von der eine große Anzahl von Menschen betroffen sind. Zu dem neuen Therapieansatz gegen Bluthochdruck meint Affiris-CSO Frank Mattner: "Chronische Hypertonie kann zwar medikamentös behandelt werden, dazu muss jedoch der Patient genau eingestellt werden und dann ständig seine Medikamente einnehmen. Oft gelingt jedoch nicht beides. Unser Impfstoff soll die Patienten von der strikten Beachtung dieses Medikamenten-Diktats entlasten und so einen nachhaltigen Erfolg sicherstellen. Vor dem Hintergrund, dass Hypertonie ja erst langfristig zu den oftmals tödlichen Folgeerscheinungen wie Herzerkrankungen, Schlaganfall und Nierenproblemen führt, ist diese Nachhaltigkeit aber das A und O des Behandlungserfolgs". |
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